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Der Grund, warum so viele Menschen Probleme beim Aussortieren haben und wie du sie loswerden kannst!

In diesem Beitrag geht es um ein spannendes Thema, das viele Menschen betrifft, bei dem sich aber die Meisten gar nicht bewusst sind und deshalb vom Ausmisten, Aussortieren, Loslassen, Freiraum schaffen und minimalistischer werden abgehalten werden.
Normalerweise weiß man ja, wenn man sich mehr Ordnung, mehr Freiraum, mehr Organisation in den Schränken oder einfach weniger Ballast im Haushalt wünscht. Aber wieso funktioniert es dann nicht?

Warum existieren überhaupt Schwierigkeiten beim Aussortieren und wie löse ich sie?

Schritt 1: Bewusstsein schaffen

Ich bin immer ein großer Verfechter davon zu sagen: Erst wenn du dir etwas bewusst gemacht hast, kannst du auch damit bewusst umgehen.

Du kannst nicht Dinge verändern oder reflektieren, die dir überhaupt nicht bewusst sind. Warum kommen überhaupt beim Ausmisten solche Gedanken wie „Das kann ich doch aber jetzt nicht weggeben!”; „Das war doch mein Geschenk!”; „Das passt mir vielleicht irgendwann wieder.“ oder „Das kann ich doch nicht wegschmeißen.“?

Lasst uns erst einmal das Thema Minimalismus anschauen.

Was Minimalismus ist, ob du das überhaupt möchtest, wie du das für dich definierst, das ist etwas, was du selbst definieren und dir darüber bewusst werden darfst. Es ist deine ganz persönliche Sache, wie viele Erinnerungsstücke du haben möchtest. Für all diese Themen gibt es kein richtig und falsch. Das ist etwas, was du für dich festlegen und definieren darfst. Mir ist es immer wichtig, dass du deine Individualität auslebst und dein Leben auch so gestaltest.

Es geht ja nie per se darum, jetzt Ordnung oder Minimalismus in dein Zuhause zu bringen. Es geht vielmehr darum, warum du das möchtest und die Bedürfnisse dahinter.

Was bedeutet überhaupt “verschwenderisch sein”?

Ist es verschwenderisch, mit den Dingen zu leben, die du wirklich besitzen möchtest, die du wirklich benutzt, die dir gefallen, die dir Freude bereiten oder ist es verschwenderisch ganz viel Zeug zu kaufen, zu horten, überall Dinge rumliegen zu lassen, die vielleicht andere Menschen eher gebrauchen oder wertschätzen würden als du?

Also, was genau ist jetzt verschwenderisch? Das darfst du für dich reflektieren, denn genau das ist auch eine Überzeugung. Wenn ich das jetzt weg gebe, dann bin ich ja verschwenderisch und keiner will verschwenderisch sein. Wir wollen alle respektvoll und wertschätzend sein und wenn du das Gefühl hast, du bist verschwenderisch, wenn du die 30 Kochbücher aussortierst oder den 50. Stoff, den du irgendwann mal gekauft hast, dann denk zweimal darüber nach.

Mach dir genau bewusst, was diese Begriffe für dich bedeuten. Denn nur so kannst du deine Überzeugung bewusst erkennen und darüber reflektieren. Deine eigene Stimme zu finden, dich zu fragen, beim Aussortieren, beim Loslassen, wenn diese Gedanken kommen, “ist das jetzt wirklich meine Stimme oder ist das vielleicht die Stimme von meiner Oma, von meiner Mutter, von meiner Tante?”.

Schritt 2: Ängste erkennen und lösen

Die Angst, etwas zu verlieren, ist größer als der Freiraum, den du dir wünschst.
Der Grund dafür: Wir als Menschen streben immer mehr danach, in Sicherheit zu sein, als etwas Neues zu wagen und verlieren zu können.
Wenn du ganz logisch darüber nachdenkst, ist dir bewusst, dass du ausmisten möchtest, doch die Angst agiert nicht bewusst, sie agiert unterbewusst in deinem Körper. Wenn du jetzt das Kleidungsstück, was du seit sieben Jahren nicht mehr anhattest, hergibst, dann passiert dir ja nichts, selbst wenn du in zwei Jahren feststellst, „oh, ich hätte es jetzt doch mal gerne wieder angezogen”. Aber für dein Körpersystem ist das anders.

Urängste im menschlichen Körpersystem.

Dein Körpersystem agiert aus zwei verschiedenen Bereichen in deinem Hirn. Logisch denkend, das ist der vordere Teil des Hirns, kannst du sagen “ist doch egal, mir passiert ja nichts!”. Ja, aber… da wo die Angst herauskommt, das ist nicht der vordere Teil deines Gehirns, das ist der hintere Teil, der Hirnstamm. Und was da entspringt, sind die Urängste. Weil wir eben, und das ist der Punkt, über Generationen hinweg gelernt haben, nicht nur über Generationen hinweg, der Hirnstamm hat sich seit der Steinzeit nicht allzu sehr verändert. Das bedeutet, die Ängste sind zum einen urzeitlich, zum anderen werden sie zusätzlich angereichert mit dem, was wir über die letzten Generationen gelernt haben und ist damit unmittelbar in Verbindung.

Ein Beispiel: Vorhergegange Generationen, vor 100, vor 120 Jahren, die haben nicht das Leben gehabt, was wir heute haben. Es gab so viel Mangel, Knappheit und Armut. Nicht, dass es heute nicht auch Armut gibt, aber das ist nicht Teil unserer heutigen Präsenz hier in Deutschland. Und für die Menschen damals war das eine Realität! Wenn sie das Paar Schuhe verloren haben, da kam nicht einfach ein neues Paar Schuhe nach, die sie dann anziehen könnten. Später, nach den Kriegen, gab es so wenig Essen, so wenige Dinge, die man zum Leben brauchte. Sei es Kleidung, egal was es war, es gab von Allem zu wenig und für niemanden genug. Die Leute waren sich darüber bewusst, dass es schlechte Zeiten gibt.


Das heißt, alles was ich besitze, behalte und bewahre ich, weil es mir schon bald wieder schlecht gehen könnte.


Heute ist das nicht mehr unsere Lebensrealität. Wir leben heute im Überfluss. Du bist sicher hier! Es ist nicht so, dass wenn du deinen kompletten Kleiderschrank verlieren würdest, dass dein Überleben davon abhängt.

Schritt 3: Erkenne erlernte Glaubensmuster!

Ein wichtiger Punkt ist, das, was wir über Generationen, über die Erziehung beigebracht bekommen haben, ist noch immer heute in uns. Sei das jetzt von deiner Mutter, deinem Vater, deiner Oma, Uroma, was auch immer. Wir kriegen Glaubensmuster, Verhaltensweisen und Überzeugungen von Klein auf mit.

Daraus resultiert das, was du denkst und tust!

Das bedeutet, wenn du jetzt der Überzeugung bist, dass wenn du ein Geschenk aussortierst oder weggibst, dass du dann undankbar bist, weil sich jemand viel Mühe für dich gegeben hat und die Oma das immer gesagt hat, dann hebst du selbst das kleinste Geschenk auf und es wird auch deine tiefe Überzeugung sein, undankbar dadurch zu sein. Selbst wenn du von diesen ganzen Geschenkkarten, dem ganzen Kram-Zeug, der 50. Vase und so weiter genug hast, es für dich Ballast darstellt, dann wirst du trotzdem beim Ausmisten diese Gedanken und Gefühle haben von „Das ist jetzt nicht okay, dass ich das mache“. Denn keiner will ein schlechter Mensch sein. Keiner will undankbar oder respektlos sein.

Diese Überzeugungen darfst du dir genauer anschauen, weil du nicht mit den Überzeugungen auf die Welt gekommen bist. Die hast du erlernt, die sind in dir eingeprägt und sitzen so tief in dir, weil sie eben schon aus früher Kindheit kommen.
Jetzt bist du erwachsen. Einfach mal, um dir das bewusst zu machen.
Was ist deine Stimme? Wie möchtest du leben? Von was möchtest du überzeugt sein?

Fazit: So löst du deine Probleme beim Ausmisten!

Ich persönlich glaube, auch wenn du dich schon ganz viel mit dir auseinander gesetzt hast und dir über ganz vieles schon bewusst bist, dass wir uns nie ganz bewusst über alles werden können! Aber wir können danach streben, indem wir uns selbst ganz bewusst Fragen stellen und ganz bewusst observieren.

Und dann können wir auch aus der Angst aussteigen. Sie lösen, dass sie uns nicht mehr so im Griff hat.

Es bedeutet ja nicht, dass sie ganz weg sein muss, sondern dass wir einfach die Dinge trotzdem so umsetzen können, wie wir es wollen. Letztendlich können wir nur lernen keine Angst haben zu müssen, indem wir Dinge umsetzen und unseren steinzeitlichen Hirnstamm erklären und zeigen, dass das nichts ist, wo wir Angst haben müssen! Um genau das für uns sicher zu machen, mehr loszulassen, mehr Freiraum beim Aussortieren zu haben und einfach das Leben auszuleben, wie man es möchte.

Das ist, was ich dir mitgeben wollte, dich einfach mal zu reflektieren und dir darüber bewusst zu werden, dass die Angst so tief ist und schon seit Generationen hinweg weitergegeben wurde.

Das ist auch etwas, was wir in meinem Kurs The Decluttering Circle durchnehmen. Da geht es viel um diese Themen, weil das einfach immer aufkommt.

Was ich gerne mit meinen Teilnehmerinnen mache, ist, dass wir da dahinter schauen, weil natürlich kann ich dir sagen “nur für dich ist dieser Gegenstand eine Erinnerung“; „Du hast die Emotionen da rein projiziert“; das kann ich natürlich zu dir sagen, aber was einfach viel heilsamer und hilfreicher ist, ist gemeinsam dahinter zu schauen.

Was ist belastend für dich? Wie willst du dein Leben leben? Wie willst du dein Zuhause gestalten und dein inneres Zuhause auch? Weil das Außen und das Innen einfach unmittelbar miteinander verbunden sind. Wie einfach oder schwer fällt dir das Loslassen und was bedeutet das auch für deinen mentalen Raum?

Ich helfe dir gerne, dahinter zu blicken und deinen ganz eigenen individuellen Weg zu finden. Ein Weg, der für dich ist, der sich gut anfühlt, deine eigene Stimme zu finden, statt auf Generationen alte Unsicherheiten und Ängste zurückzugreifen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag einen gedanklichen Samen setzen und dass du dir ab sofort beim Aussortieren bewusster darüber bist.

Nur Liebe,

Angela

 

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Über Angela.

Hi ! Ich bin Angela. Gründerin von seideinzuhause und der seideinzuhause Methode. Was ich außerdem noch bin – und das mit vollem Herzen – ist Mama von drei Super-Jungs.

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